
Überblick
Streamingdienste, Handyverträge, Fitnessstudios oder Musik-Apps: Viele Menschen haben heute mehrere Abonnements. Die einzelnen Beträge wirken oft niedrig. Doch wenn jeden Monat viele kleine Beträge vom Konto abgebucht werden, können Abos das Haushaltsbudget stark belasten.
Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, welche Abonnements Du hast, wie viel sie kosten und ob Du sie wirklich noch nutzt.
Was ist ein Abonnement?
Ein Abonnement, kurz Abo, ist ein Vertrag, bei dem Du regelmäßig für ein Produkt oder eine Dienstleistung bezahlst. Die Zahlung erfolgt meistens monatlich oder jährlich.
Viele Abos werden automatisch verlängert. Das bedeutet: Wenn Du das Abo nicht rechtzeitig kündigst, läuft der Vertrag weiter und der Betrag wird erneut von Deinem Konto oder Deiner Kreditkarte abgebucht.
Welche Abonnements gibt es?
Abonnements begegnen uns in vielen Bereichen des Alltags. Dazu gehören zum Beispiel:
Handy- und Internetverträge
Streamingdienste für Filme und Serien
Musik- und Hörbuch-Apps
Fitnessstudio-Mitgliedschaften
Zeitungen und Zeitschriften
Cloud-Speicher
Software und Lernprogramme
Spiele-Abonnements
Lieferdienste oder Kundenclubs
Manche Abos werden bewusst abgeschlossen. Andere entstehen durch kostenlose Testangebote, die später automatisch kostenpflichtig werden.
Belastung für dein Budget?
Ein einzelnes Abo kostet vielleicht nur wenige Euro im Monat. Mehrere Abos zusammen können aber schnell teuer werden.
Ein Beispiel:
Handyvertrag: 25 Euro
Internet: 30 Euro
Streamingdienst: 14 Euro
Musik-App: 11 Euro
Fitnessstudio: 35 Euro
Cloud-Speicher: 3 Euro
Das sind insgesamt 118 Euro im Monat. Auf ein Jahr gerechnet entstehen dadurch Kosten von 1.416 Euro.
Oft fallen diese Ausgaben nicht sofort auf, weil die Beträge automatisch abgebucht werden. Manche Abos werden außerdem kaum oder gar nicht mehr genutzt.
Welche Abo-Fallen gibt es?
Bei Abonnements solltest Du genau auf die Bedingungen achten. Besonders häufig gibt es folgende Probleme:
Kostenlose Testzeiträume
Ein Angebot ist zum Beispiel 30 Tage kostenlos. Danach wird daraus automatisch ein kostenpflichtiges Abo. Wenn Du nicht rechtzeitig kündigst, wird der erste Betrag abgebucht.
Automatische Verlängerung
Viele Verträge verlängern sich automatisch. Du musst selbst aktiv kündigen, wenn Du das Abo nicht mehr möchtest.
Lange Vertragsbindungen
Bei manchen Handyverträgen oder Fitnessstudios gibt es eine Mindestvertragsdauer von zwölf oder 24 Monaten. Während dieser Zeit ist eine normale Kündigung oft nicht möglich.
Versteckte Zusatzkosten
Manche Angebote wirken zunächst günstig. Später kommen zusätzliche Kosten hinzu, zum Beispiel für bestimmte Funktionen, Lieferungen oder weitere Nutzerinnen und Nutzer.
Schwierige Kündigung
Ein Abo lässt sich manchmal schnell online abschließen, aber nur schwer kündigen. Prüfe deshalb schon vor dem Abschluss, wie und bis wann eine Kündigung möglich ist.
Preissteigerungen
Die Kosten eines Abos können sich verändern. Lies deshalb E-Mails und Mitteilungen des Unternehmens aufmerksam und kontrolliere regelmäßig Deine Abbuchungen.
Brauchst Du alle Deine Abonnements?
Nicht jedes Abo ist unnötig. Viele Dienste können praktisch und hilfreich sein. Entscheidend ist, ob Du sie regelmäßig nutzt und ob die Kosten zu Deinem Budget passen.
Stelle Dir bei jedem Abo folgende Fragen:
Nutze ich dieses Angebot regelmäßig?
Habe ich den Dienst im letzten Monat verwendet?
Gibt es ein ähnliches Abo, das ich ebenfalls bezahle?
Gibt es eine günstigere Alternative?
Könnte ich das Abo für einige Monate pausieren?
Würde mir das Angebot fehlen, wenn ich es kündige?
Wenn Du ein Abo kaum nutzt, kann eine Kündigung sinnvoll sein.
So bekommst Du einen Überblick
Um Deine Abos zu kontrollieren, kannst Du Deine Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen der letzten Monate durchsehen. Markiere alle regelmäßigen Abbuchungen und schreibe sie in eine Liste.
Notiere zu jedem Abo:
den Namen des Anbieters
den monatlichen oder jährlichen Preis
die Vertragsdauer
die Kündigungsfrist
wie oft Du das Angebot nutzt
Kontrolliere auch die Abonnements in Deinem App Store oder Google Play Store. Manche Abos werden direkt über das Handy abgeschlossen und deshalb leicht vergessen.
Abos im Haushaltsbudget einplanen
Regelmäßige Abokosten gehören zu Deinen fixen Ausgaben. Sie sollten deshalb in Deinem Haushaltsbudget berücksichtigt werden.
Rechne auch jährliche Abos auf einen Monat um. Kostet ein Abo zum Beispiel 120 Euro im Jahr, entspricht das 10 Euro pro Monat. So kannst Du besser erkennen, wie hoch Deine tatsächlichen monatlichen Ausgaben sind.
Es kann außerdem hilfreich sein, einmal oder zweimal im Jahr einen festen „Abo-Check“ zu machen. Dabei prüfst Du alle Verträge und kündigst Angebote, die Du nicht mehr brauchst.
Was solltest Du bei einer Kündigung beachten?
Kündige ein Abo schriftlich oder über die dafür vorgesehene Funktion auf der Website beziehungsweise in der App. Achte auf die Kündigungsfrist und bewahre die Kündigungsbestätigung auf.
Prüfe anschließend Dein Konto. Wird trotz einer gültigen Kündigung weiterhin Geld abgebucht, solltest Du das Unternehmen kontaktieren und Dich beraten lassen.
Quellen und weitere Links
https://www.ombudsstelle.at/abo-fallen/ - Ombudsstelle
https://finanznavi.gv.at/themen/umgang-mit-geld - Finanznavi





